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DIY

Do it yourself

Do it yourself, oder kurz DIY, ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Übersetzt heißt das so viel wie „Mach es selbst“. Der Trend geht zurück zum Selbermachen und -herstellen. Gerade junge Frauen und Mütter entdecken dieses Hobby immer mehr für sich.

Allgemeines zu DIY

Alle Tätigkeiten, die Amateure ohne fremde professionelle Hilfe, durchführen werden weitestgehend als DIY bezeichnet. Dazu zählt auch das handwerkliche Selbermachen, wie das Reparieren, das Wiederverwenden von Gegenständen oder die Neuerschaffung von Dingen. Das kann z.B. nähen, musizieren, basteln, stricken, häckeln, kochen und backen sein. Der Reiz besteht darin etwas mit den eigenen Händen individuell zu Schaffen. Auch wenn DIY geschlechterunspezifisch ist, haben im Allgemeinen mehr Frauen Interesse am Selbermachen.

Entstehung und Geschichte

DIY entstand in den 1950er mit der Arts und Crafts Bewegung in England. Die Verbreitung ging rasch über die ganze Welt. In den 1960er und 1970er Jahren ist die Bewegung geprägt von dem Glauben an Selbstorganisation und – ermächtigung, Eigeninitiative, Improvisation und einem Misstrauen gegenüber Politik, Medien, Konsum und Produkten der Industrie. Anleitungen spielen eine zentrale Rolle bei Publikationen. Früher wurden Heftchen selbst gedruckt. Heute werden vorwiegend soziale Netzwerke und Video-Plattforme zur Verbreitung genutzt.

Trend DIY

Seit 2013 erfreut sich die DIY Bewegung immer größerer Beliebtheit und wächst im Bereich des Handwerks, im Kreativ-Sein. Als do-it-yourself werden zunehmend selbsthergestellte Wohndekoration, textiles Werken, Handarbeiten und Upcycling benannt. Dabei ist das Handwerken nicht mehr als Männerdomäne besetzt, sondern tritt zunehmend geschlechterunspezifisch auf. Nähen, Häkeln, Stricken galt lange Zeit als eine typische „Oma“-Beschäftigung. Doch dieses alte Handwerk erfreut sich zunehmender Beliebtheit, gerade bei jungen Frauen und Müttern. Das Internet ist überflutet von zahlreichen Plattformen mit Anleitungen, Stoffmustern, Anregungen, Ideen und Materialien. Keiner muss mehr zu Hause im stillen Kämmerchen nähen. Man kann hier viele Gleichgesinnte treffen, mit denen man sich rege austauschen kann. Außerdem bieten diese Plattformen meist die Chance seine selbstgemachten Nähprodukte im kleinen Rahmen zu vertreiben. Wie ein kleiner öffentlicher Marktplatz kann man auch fremde DIY Produkte kaufen.

Was kann man alles selber nähen?

Im Internet gibt es je Menge Anleitungen zu einer Fülle von Kleidungsstücken, Heimtextilien, Geschenkideen und Accessoires. Die Auswahl an Materialien und Stoffen ist schier überwältigend. Im Zeitalter des Internets kann man alle Stoffe bequem und schnell online bestellen. Der Kreativität bei der Zusammenstellung von Stoffen und Materialien sind keine Grenzen gesetzt. Beliebt sind auch kleine DIY Schilder und Annäher mit denen man seine Eigenkreationen kennzeichnen kann. Besonders pfiffig sehen DIY Produkte mit individuellen Verzierungen wie aufgenähten Buchstaben aus Stoffresten, verschiedene Knöpfe, Pailletten, Steinen und außergewöhnliche Stoffreste wie Seide; Spitze; Satin;Jeans und Cord. Bei DIY Babymode sollte man jedoch auf Kleinteile verzichten, da diese verschluckt werden können! Knöpfe, wenn möglich vermeiden oder besonders gut vernähen und regelmäßig kontrollieren. Besonders Freunde und Verwandte freuen sich über ein originelles Geschenk, also warum nicht eine Krawatte, Tasche oder Kopfkissenbezug verschenken? Besonders zu empfehlen zur Geburt ist eine Decke und Kissen mit dem Babynamen aus Stoffbuchstaben. Mit diesem Geschenk können sie definitiv punkten. Zu Beginn seiner Amateurnähkarriere kann man mit Stoffen aus abgelegten Kleidungsstücken oder Heimtextilien beginnen- alten Jeans, T-Shirts , Gardinen, Stolas und Decken. Das hat zum Vorteil, dass man sich nicht über fehlgeschlagene Versuche, Verschnitt oder krumme Nähte ärgert. Nichts ist ärgerlicher als bei teurem Stoff vermeidbare Fehler zu machen. Trotzdem darf man nicht vergessen, bei DIY möchte man keine perfekten Produkte. Fehler machen sie gerade zu dem, was sie sind: selbstgemacht.

Kleidungsstücke und Accessoires

Theoretisch ist es möglich alles selbst zu nähen, was man auch kaufen kann. Natürlich ist das abhängig vom persönlichen Können, der Nähmaschine und den erhältlichen Stoffen. Beliebt sind vor allem bei jungen Müttern Babymode: Strampler, Babyhosen und -oberteile und Mützen. Junge Frauen nähen vor Allem: Oberteile wie T-Shirts; Pullover; Tops; Hemden und Blusen, Abendkleider, Hosen in verschiedenen Längen und Breiten, Röcke und Jacken. Dafür steht eine große Auswahl an Stoffen zur Verfügung: Jeans, Jersey-Stoff, Baumwolle, Seide, Satin, Samt, Viscose, Cord, Stretch-Stoffe und viele mehr. Zu einem echten Hingucker werden die DIY Produkte bei der Verwendung verschiedener Stoffarten oder besonderer Aufdrucke. Gerade bei DIY Babymode können Sterne, Blumen, Punkte, Herzen und Symbole im Stoff ganz toll wirken.
Außerdem kann man verschiedene Accessoires wie Taschen, Schlüsselanhänger und -etuis und Tücher selbst nähen.

Heimtextilien

Gerade für Näheinsteiger eignet sich zu Beginn, dass Nähen von Heimtextilien wie Kissenbezüge, Decken, Stolas und Gardinen, Tischdecken, Platzdeckchen, Geschirrhandtüchern, Tagesdecken und Lampenbezügen. Diese haben meist lange, gerade Nähte und eignen sich zum Üben mit der Nähmaschine. Außerdem kann man viele Stoffreste verwenden und auch kleine Hingucker wie Puppen, Stofftiere, Blumenschmuck, Innenstoff für Brotkörbe und Nähkissen herstellen. Schöner Wohnen kann man ganz einfach selber machen.

Abendkleider

Das Nähen von Kleidern, besonders Abendkleidern, ist geeignet für geübte Näherinnen. Man sollte die Grundlagen von Schnittmustern, verschiedenen Nähten, Umgang mit der Nähmaschine, Ausmessen und Zuschnitt von Stoff verstanden und ausreichend geübt haben. Sonst ärgert man sich schnell, wenn man teuren, hochwertigen Stoff verschneidet. DIY heißt nicht, dass man ein Abendkleid günstiger bekommt. Preisintensiv ist meist der Stoff. Man benötigt mehrere Meter, sollte auf eine gute Qualität achten, sowie passendes Nähgarn. Da kommt eine ziemliche Summe zusammen. Besonders wenn das Abendkleid mit Pailletten, Kristallsteinen, Stickereien oder Verzierungen geschmückt werden soll. Vorher sollte man sich über die verschiedenen Arten von Abendkleidern informieren. Es gibt z.B. A-Linien Kleider, den Meerjungfrauen-Schnitt, Cocktailkleider, Ballkleider, Prinzessinnen-Schnitt und Ballonkleider. Folgende Fragen sollten außerdem geklärt sein. Welcher Schnitt und Form passt? Wie viele Stofflagen möchte ich verwenden? Soll es ein langes oder ein kurzes Kleid werden? Zu welchem Anlass soll es getragen werden? In welcher Konfektionsgröße soll das Kleid sein? Dies ist nur eine kleine Auswahl an Themen, die vorher unbedingt feststehen sollten. Außerdem benötigt man eine Nähmaschine, passendes Nähgarn, Zeichenstifte, Maßband, Schere, ggf. Materialien zur Verzierung und Abstecknadeln. Abendkleider sollte man immer mit Schnittmuster nähen. Hier lohnt es sich eins zu kaufen. Nicht unerheblich ist außerdem der Zeit- und Arbeitsaufwand. Doch wenn man all dies beachtet und intensiv daran arbeitet, kann man mit Stolz auf ein selbst genähtes Abendkleid blicken. Und wenn wir einmal ehrlich sind, selbstgemacht ist immer am Schönsten!

Kuscheldecken

Eine DIY Kuscheldecke eignet sich besonders für die kalte Jahreszeit, schlechtem Wetter und gemütlichen Stunden auf der Couch. Decken im Handel haben meist nicht die perfekte Größe. Also warum nicht DIY? Eine kuschelige Decke ist besonders für Nähanfänger geeignet. Der Zeit-und Arbeitsaufwand hängt von der Größengestaltung und Art der Kuscheldecke ab. Nach etwas Übung geht diese Art von Näharbeit schnell von der Hand. Hier sind der Kreativität und Größengestaltung keine Grenzen gesetzt. Fleece-Stoffe erhält man in verschiedenen Farben und Längen zu günstigen Preisen im Internet. Außerdem gibt es verschiedene Muster mit Sternen, Streifen, Tieren, Ornamenten und Symbolen. Patchwork-Decken sind Decken aus Stoffresten, die in Quadraten aneinander genäht werden. Für einen extra Kuschelfaktor sorgt Volumenvlies, dass macht eure Decke besonders fluffig. Ihr benötigt außerdem für eine kuschelige Decke eine Nähmaschine, passendes Nähgarn, scharfe Schere, Kreidestift zum Anzeichnen, Maßband und für die Umrandung ein schönes Band. Ob nun eine kleine kuschelige Babydecke oder eine große Kuscheldecke für die Couch- lasst eurer Kreativität freien Lauf.

Dekoration zum schöner Wohnen

Wie oben erwähnt, kann man ganz einfach für zu Hause verschiedene Heimtextilien selber nähen. Gardinen kann man in verschiedenen Ausführungen kaufen, doch meist sind sie zu lang. Den Rest auf keinen Fall wegschmeißen! Damit lassen sich ganz einfach Kissenbezüge selbst nähen, die dann zu den Gardinen passen. Dafür benötigt man nur noch den passenden Reißverschluss oder Knöpfe. Weitere Reste kann man für eine Patchworkdecke aufheben. Langweilige Lampenschirme kann man mit abwechselnd mit Licht durch- und undurchlässigen Stoffen bespannen. Das gibt ein interessantes Lichtspiel. Tischdecken kann man ganz einfach selbst nähen. Lieblingsstoff auswählen, zuschneiden und die Ränder umnähen. Fertig. Aus den Resten kann man z.B. auch Platzdeckchen nähen. Man sollte jedoch auf qualitativ hochwertigen, festen Stoff achten. Geübte Näher können auch Stuhlhussen oder Sofaüberzüge nähen. Dies ist jedoch sehr anspruchsvoll, da man einen Gummi einnähen muss. Hierbei die richtigen Maße zuzuschneiden ist schwierig. Bei Fragen kann man immer Antworten im Internet finden. Es steht eine Flut an Videos, Anleitungen und Ideen zur Verfügung. In selbsthergestellten Accessoires lässt es sich gleich viel schöner Wohnen!

Schnittmuster

Im Internet finden sich eine Menge freiverkäuflicher Schnittmuster. Hierbei solltet ihr jedoch auf Erfahrungsberichte und Kommentare achten. Manchmal sind diese schlecht passend und ungenau. Auf der sicheren Seite seid ihr mit Schnittmustern, die eine Videoanleitung und Beispielfotos enthalten. Meist werden sie als E-book vertrieben. Somit lassen sie sich auf vielen Geräten anzeigen. Man kann sie überall mit hinnehmen und Lesezeichen, Kommentare und Notizen setzen. Beachten solltet ihr auch die Informationen zur Konfektionsgröße und Schwierigkeitsgrad. Frustrierend ist es, wenn man Nähanfänger ist und mit einer zu komplizierten Anleitung konfrontiert ist. Wer lieber etwas in der Hand hält, kann auf eine Fülle von Büchern zurückgreifen. Diese kann man käuflich in größeren Bücherläden oder online erwerben. Ein Vorteil der digitalen Anleitungen sind jedoch die leichte Ergänzung von Erweiterungen und Varianten zu den Schnitten. Zudem kann man meist mit den Vertreibern direkt in Kontakt treten und Nachfragen stellen. Für jeden Geldbeutel gibt es passende Schnittmuster. Hat man bereits genug Erfahrung und Sicherheit gewonnen, könnte sich auch anbieten, selber Schnittmuster zu entwerfen und zu vertreiben. Dies ist natürlich mit einem erhöhten Aufwand verbunden, aber strahlt zudem einen ganz eigenen Reiz aus.

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