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Jerseystoff mit bunten Motiven

Jerseystoff

Sehr elastisch, atmungsaktiv, pflegeleicht und angenehm auf der Haut: Jersey ist der Maschenstoff, aus dem T-Shirts hergestellt werden – und die sind nach den Jeans unser wahrscheinlich wichtigstes Kleidungsstück. Außerdem wird Jersey gern zu Sportwäsche verarbeitet, weil der leichte Strickstoff in der Lage ist, Feuchtigkeit zuverlässig von der Haut weg vhin zu seiner Außenseite zu transportieren.

Erste Jerseystoffe stammten von Großbritanniens größter Kanalinsel Jersey, wo sie aus der Wolle der robusten Inselschafe gestrickt worden waren – heute kommen allerdings auch Kunststoffe und Baumwolle zum Einsatz.

Nachdem Jersey lange ausschließlich zur Produktion von Unterwäsche verwendet worden war, verhalf die großartige Coco Chanel dem Jersey im Jahr 1916 zum großen Durchbruch in der Oberbekleidung.

Die Herstellung

Heute werden die unterschiedlichen Jerseystoffe auf verschiedene Art und Weise hergestellt.
Am weitesten verbreitet ist der sogenannte Trikotstoff, wie der Single-Jersey auch genannt wird. Bei seiner Herstellung werden abwechselnd rechte und linke Maschen verwendet. Single-Jersey ist besonders dehnbar, zudem ist das Material insgesamt sehr kostengünstig. Nachteilig ist seine Anfälligkeit für Laufmaschen.
Robuster und hochwertiger ist dagegen der Double-Jersey. Er wird entweder links-links oder rechts-rechts gestrickt.
An zwei Nadelreihen wird Interlock-Jersey gestrickt, in der Bindung ist er rechts-rechts gekreuzt. Interlock-Jersey ist in gewissem Umfang dehnfähig, allerdings ist er nicht so elastisch wie die anderen Jerseyarten. Interlock-Jersey wird hauptsächlich bei der Produktion höherwertiger T-Shirts, robusterer Sportbekleidung und Unterwäsche eingesetzt.
Auch der gemusterte Jacquard-Jersey wird an zwei Nadelreihen hergestellt. Dabei arbeitet die Jacquardstrickmaschine mit den Befehlen Stricken, Nichtstricken und Fanghenkel; die kreative Variation der verschiedenen Bindungen innerhalb verschiedener Maschenreihen lässt eine Vielzahl reizvoller Strukturmuster entstehen. Deshalb eignet sich Jacquard-Jersey besonders gut zur Herstellung von Kleidern, Jacken und Pullovern.
Cloqué-Jersey besteht aus zwei unterschiedlichen, stellenweise miteinander verstrickten Lagen. Seiner schönen, aufgeworfenen Oberflächenstruktur wegen ist Cloqué-Jersey zur Herstellung festlicher Kleider und Jacken prädestiniert.

Die Verarbeitung

Beim Zuschneiden eines Jerseystoffs ist auf den Maschenlauf zu achten, um keine, wenn auch minimale Farbunterschiede zuzulassen. Der besseren Sichtbarkeit wegen arbeitet man dabei mit einem glatten Kopierrädchen. Weiter verarbeiten lassen sich die zugeschnittenen Teile leicht. Meist wird dazu eine Jerseynadel mit Kugelspitze verwendet, um die feinen Maschen beim Nähen nicht zu beschädigen. Damit die Elastizität des Materials auch an den Nähten erhalten wird, näht man Jersey mit einem schmal eingestellten Zickzackstich. Dazu kann er auch offenkantig verarbeitet werden, denn die Schnittkanten des Stoffs fransen kaum aus.

Die Pflege

Jersey wird im Schonwaschgang oder handwarm gewaschen. Anschließend trocknen größere Teile wie Kleider und Hosen am besten liegend – werden sie aufgehängt, könnte sie das Nassgewicht unnötig in die Länge ziehen.
Wenn Jersey gebügelt werden soll, arbeitet man stets in Maschen- bzw. Längsrichtung. Die auszuwählende Bügeltemperatur richtet sich immer nach dem Material – im Fall von Mischungen nach der empfindlichsten Faser. Bewährt haben sich Bügeltests an einem verfügbaren Stoffrest.

Weitere Informationen zum Thema Jersey und Pflege findet ihr hier: Jerseys waschen

Verweise:

Eine Auswahl an Jerseys findet ihr hier:  Jerseystoff

Jerseys mit Kindermotiven findet ihr hier: Kinderstoffe

Einfarbige Jerseys gibt es hier: Bunte Jerseystoffe

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